Überschüsse in Milliardenhöhe bei gesetzlichen Krankenkassen

Im Jahr 2011 konnten die Krankenkassen Überschüsse in Milliardenhöhe verzeichnen. Nun fragen sich natürlich viele Verbraucher warum das Geld nicht wieder an die Versicherten zurück bezahlt wird? Und warum werden die Beiträge dennoch weiter angezogen?

So gut ging es den Krankenkassen schon lange nicht mehr, das Polster ist üppig und im Grunde könnte von den Überschüssen durchaus etwas zurückbezahlt werden. Dies forderte erst kürzlich auch der Gesundheitsminister Daniel Bahr.

Doch die Krankenkassen weigern sich diese Aufforderung nachzukommen. Das Geld selbst dürfte selbstverständlich an die Versicherten ausgezahlt werden, doch die Krankenkassen sind gesetzlich verpflichtet Rücklagen für schlechte Zeiten zu bilden. So müssen rund 25 Prozent der Monatsausgabe als Rücklage verfügbar sein. Die Höchstgrenze beträgt 100%.

Weiterhin sind die Überschüsse sehr unterschiedlich verteilt. Von 146 gesetzlichen Krankenkassen mussten beispielsweise zwei bestehende Rücklagen auflösen um die Beiträge nicht erhöhen zu müssen. Nun liegt es an jeder Kasse selbst wie es weitergeht. Manche zeigen sich solidarisch und streichen beispielsweise den Zusatzbeitrag.

Ab März verzichtet die KKH Allianz und im April folgen die DAK Gesundheit, die BKK Phönix und viele weitere. Es gibt jedoch auch einige Krankenkassen die tatsächlich Geld auszahlen. Die BKK ATU überweist beispielsweise einmalig 30 Euro, die G+V BKK zahlt sogar ganze 72 Euro aus.

Dies ist leider sehr unterschiedlich, manche Kassen wollen auch spezielle Leistungsangebote erweitern oder ähnlich vorgehen, es bleibt abzuwarten wie jede einzelne Krankenkasse reagiert.